Cape Disappointment

Cape Disappointment

Maritime Museum Astoria

Maritime Museum Astoria

Küste südlich Astoria

Küste südlich Astoria

Wind und Wellen nehmen zu

Wind und Wellen nehmen zu

Historic Train in Garibaldi

Historic Train in Garibaldi

Anachronismus: Das Wasser für die Lok kommt aus dem Hydranten

Anachronismus: Das Wasser für die Lok kommt aus dem Hydranten

faszinierende alte Technik

faszinierende alte Technik

Yaquina Head Lighthouse

Yaquina Head Lighthouse

nur die Surfer wagen es

nur die Surfer wagen es

Steller Sea Lions

Steller Sea Lions

Winterquartier für die Seelöwen

Winterquartier für die Seelöwen

Heceta Head Lighthouse / Der Welt meist fotografierter Leuchtturm?

Heceta Head Lighthouse / Der Welt meist fotografierter Leuchtturm?

Kormoran bei der Körperpflege

Kormoran bei der Körperpflege

alle vier in Lebensgrösse!

alle vier in Lebensgrösse!

Belknap Crater / die Lavafelder sind mindestens 1600 Jahre alt

Belknap Crater / die Lavafelder sind mindestens 1600 Jahre alt

Die Vegetation versucht mühsam, Fuss zu fassen

Die Vegetation versucht mühsam, Fuss zu fassen

Im Süden die Sisters (die Dritte versteckt sich) alle über 3000 müM

Im Süden die Sisters (die Dritte versteckt sich) alle über 3000 müM

auf dem Mc Kenzie-Pass

auf dem Mc Kenzie-Pass

Mt. Washington, 2377 müM

Mt. Washington, 2377 müM

Mt. Jefferson, 3201 müM

Mt. Jefferson, 3201 müM

unser historisches Nachtquartier

unser historisches Nachtquartier

erbaut 1907, and still going strong

erbaut 1907, and still going strong

Mt. Hood, mit 3428 müM der Höchste in Oregon

Mt. Hood, mit 3428 müM der Höchste in Oregon

wir kommen näher

wir kommen näher

Ansicht von Süden mit "White River"

Ansicht von Süden mit “White River”

Der White River bringt regelmässig Geröll- und Schlammlawinen vom Berg. Die neue Brücke soll's richten.

Der White River bringt regelmässig Geröll- und Schlammlawinen vom Berg. Die neue Brücke soll’s richten.

was von den einstmals grossartigen Fällen noch übrig ist

was von den einstmals grossartigen Fällen noch übrig ist

Ein wohlüberlegter Entscheid mit weitreichenden Konsequenzen:

Rückblickend kann man sagen: Eigentlich hat es sich schon länger abgezeichnet, aber vermutlich wollten wir es nicht wahr haben: Das lodernde Feuer der Segel-Begeisterung ist langsam abgebrannt und es bleibt eine zwar noch heisse, aber doch absterbende Glut. Bevor diese unweigerlich zu einem rauchenden und mottenden Haufen verkommt, sollten wir uns besser ein paar Gedanken über den weiteren Kurs machen.

Der Sinneswandel hat im Grunde genommen bereits in Belize angefangen: Das Erlebnis mit dem Quallenbiss, nach dem ich für eine Stunde wirklich meinte, mein letztes Stündchen hätte geschlagen, hat wohl tiefere Spuren hinterlassen, als ich wahr haben wollte. Meine vorbehaltlose Lust, jederzeit und überall ins Meer zu springen, gehört der Vergangenheit an. Ich springe zwar noch immer gerne ins Wasser, am liebsten Kopf voran, aber nie mehr ohne einen genauen Kontrollblick rundum nach gallertigen Massen mit Tentakeln. Eigentlich, ganz ehrlich, ist mir inzwischen ein kristallklares Süsswasser-Becken viel lieber.

Weiterhin war die Sache mit dem gerissenen Steuerseil, verbunden mit den anderen Problemen der Steuerung (teilweise durch sträfliche Dummheit und Nachlässigkeit der Werft bedingt!) auf der langen Überfahrt nach Hawaii ein Schlag ins Genick, der seine Spuren hinterlassen hat. Ich hätte damals das Schiff mitten im Pazifik sofort verkauft, wäre ein Interessent zugegen gewesen. Nur ist selbige Spezies mitten im Pazifik verdammt schwierig zu finden.

Dann war da die sehr beschwerliche Passage von Kauai nach Kodiak Island / Alaska, während der ich mir oft geschworen habe: „So etwas tun wir uns nie mehr an!“

Aller guten Dinge sind drei: Der Total-Ausfall des Generators in Alaska, in einer Zeit, in der wir ihn besonders dringend gebraucht hätten, war mehr als nur ärgerlich.

Mit viel Aufwand und Engagement haben wir PussyCat überwintert und im Frühjahr 2016 wieder auf Vordermann gebracht. Mehrere zehntausend Dollar sowie drei Wochen intensive Eigenarbeit hat es gebraucht, bis wieder alles up to date war und perfekt funktioniert hat. Nach dem Auslaufen vom Shipyard „Platypus“ in Port Angeles erstrahlte das Schiff in neuem (oder altem?) Glanz. Diagnose: Zustand besser denn je, ganz sicher besser als frisch ab Werft: Eigentlich nur ein Grund zur Freude, wenn da nicht diese anderen Gedanken und Zweifel wären: Wenn wir das Schiff noch zwei weitere Jahre bis nach Australien segeln, wie viel an Arbeit, Schweiss, Ärger und Dollars wird uns das noch kosten?? Ich merke immer deutlicher, dass die liebe PussyCat langsam anfängt mich wirklich zu belasten, nicht nur finanziell, auch psychisch. Eine schlechte Voraussetzung, um noch einige Langstrecken von mehreren tausend Seemeilen unter die Kiele zu nehmen! Ausserdem müssen wir ja niemandem, schon gar nicht uns selbst, etwas beweisen.

Leider ist der Zahn der Zeit auch an uns nicht spurlos vorüber gegangen. Ursi hat Probleme mit dem Rücken und vor allem dem linken Knie. Auch ich hatte eine gute Woche aus dem Nichts Rückenprobleme, die mich sehr behindert haben. Sie sind zwar ohne Nachwehen wieder verschwunden, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Vielleicht war ja auch mein Backenzahn unten links so etwas wie ein „Schuss vor den Bug“? Wir möchten einfach unter keinen Umständen riskieren, irgendwo mit ernsten medizinischen Problemen zu stranden! Unser Fazit lautet demnach folgerichtig: It’s time to say good bye!

Zu all dem kommt hinzu, dass unsere schöne, neue Wohnung in Uznach mehr oder weniger permanent in unseren Köpfen herum spukt.

So ist nach vielen Tagen und vor allem Nächten des Überlegens der Entschluss gereift, das Schiff in San Diego zum Verkauf anzubieten. Ich habe Kontakt mit Matthew Dunning aufgenommen, einem Yachtmakler hier im Nordwesten , der spezialisiert ist auf Multihulls. Wir hatten ihn letztes Jahr in Montague Harbor/Galiano Island kennen gelernt. Die Diskussion mit ihm ergibt ein klares Bild: Die US-Westküste ist ein idealer Ort, um unser Schiff zu verkaufen. Die Nachfrage nach Katamaranen steigt, aber an der ganzen Küste werden solche Boote nicht hergestellt, d.h. alle Produktionsorte für Kats sind sehr weit weg: Europa, Südafrika, Neuseeland, um die wichtigsten zu nennen. Ausserdem sind hier die Zollgebühren für den vor einem Verkauf zwingenden Import mit 1,7% viel tiefer als in Australien mit 15%.

Nun gibt es leider ein Problem: Die mit Abstand grösste potentielle Käuferschaft kommt aus Kalifornien. Aus steuerlichen Gründen (die Steuer-Situation variiert von einem Bundestaat zum andern ganz markant!) ziehen es die Kalifornier vor, in Oregon oder Washington ein Schiff zu kaufen. Das grösste Zentrum für jegliche Art von Yacht Business hat sich deshalb im Raum Seattle-Tacoma entwickelt, dem Handels- und Industriezentrum schlechthin im Nordwesten.

Logischer Schluss: Wir sollten eigentlich zurück nach Seattle/Tacoma. Wie wir das schaffen, steht im Moment allerdings noch in den Sternen. Ein gewaltiges Hochdruckgebiet mit bis zu 1038 hPa hat sich in den letzten 10 Tagen etabliert, das den ganzen Nordpazifik abdeckt und sämtliche Störungen, von denen wir wenigstens eine für die Fahrt zurück nach Norden brauchen, werden in polare Gebiete abgedrängt. Wann dieses Muster erstmals ändert, weiss niemand, es kann aber Wochen dauern.

So werden wir voraussichtlich noch einige Zeit in Portland oder dem Mündungsgebiet des Columbia River bleiben und auf den richtigen Moment lauern. In Tacoma wartet dann ein Haufen Arbeit auf uns. Wir müssen das Schiff stilllegen und unseren ganzen Hausrat irgendwie verpacken und verschiffen. Wie das genau ablaufen soll, ist uns noch nicht ganz klar.

Selbstverständlich werden wir an dieser Stelle weiterhin berichten. Vorerst sind wir aber beide glücklich, im richtigen Moment den richtigen Entscheid gefällt zu haben. Es ist besser, man hört auf, wenn es noch ein wenig schmerzt!

 

 

Weiterfahrt mit unserem Mietauto:

Von Castle Rock fahren wir entlang dem Columbia River bis an die Pazifikküste nach Long Beach. Diese lange Halbinsel ist durch Sedimente des Flusses und die fast permanente Strömung entlang der Küste nach Norden entstanden. Das Ganze ist

Cape Disappointment

Cape Disappointment

sehr touristisch, wie wir schnell merken, ausserdem herrscht dichter Verkehr, oder eigentlich schon eher chronischer Stau. Wir sehen uns den Leuchtturm auf Cape Disappointment an und spazieren etwas herum. Der Besuch des „Lewis and Clark Interpretive Centers“ ist hochinteressant. Die beiden Forscher/Abenteurer, oder wie man sie nennen mag, haben im Auftrag des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson den Nordamerikanischen Kontinent in drei Jahren von 1803-06 durchquert und sind an der Mündung des Columbia Rivers an den Pazifischen Ozean gelangt. Mit welchen Mühen, technischen Schwierigkeiten und wettermässigen Problemen die beiden genialen Männer mit ihren Leuten zu kämpfen hatten, ist extrem eindrücklich. Wohlbehalten sind sie auch wieder nach St. Louis am Mississippi zurückgekehrt um den Erfolg ihrer Mission zu berichten.

Da sämtliche Hotels und alles, was Zimmer vermietet voll ausgebucht ist (heute Samstag findet noch ein Rodeo statt) fahren wir eher unfreiwillig über Astoria am Oregon-Ufer des Flusses wieder nach Osten und finden erst um halb acht in Clatscanie, einem kleinen Nest, ein Motelzimmer. Dafür ist die Pizza und der Salat vom Buffet in der nahen Pizzeria Spitze.

Am Sonntag besuchen wir in Astoria das Maritime Museum, das sich logischerweise hauptsächlich mit der Geschichte der

Maritime Museum Astoria

Maritime Museum Astoria

Columbia River Bar beschäftigt. Wie ich schon früher angetönt habe, ist diese Flussmündung besonders tückisch. Bei auflandigen Starkwinden entstehen vor allem bei Ebbstrom, der dann zusammen mit den riesigen Wassermassen des Flusses gegen die Windseen fliesst, extrem hohe, brechende Wellen, die bei Winterstürmen schnell über 10 Meter hoch werden sollen. Also wir werden solche Situationen tunlichst meiden! Solche Verhältnisse können sogar modernen Dickschiffen zum Verhängnis werden. Es ist traurig, von all den Schiffsuntergängen und seemännischen Tragödien zu lesen! Insgesamt sollen ca. 2000 Schiffe in diesem Mündungsgebiet , das als das gefährlichste auf der ganzen Welt gilt, verloren gegangen sein. Ehrfurcht gebührt vor allem den Coast Guard Helden, die auch bei den schwierigsten Bedingungen hinausfahren, wenn es gilt, Hilfe zu leisten. Ein Film und ein Original-Coast Guard Rettungs Kreuzer zeigen das Ganze derart eindrücklich, dass man schon vom Zuschauen fast seekrank wird! Von der ganzen Welt kommen die Coast Guard Männer hierher um Ihre Ausbildung bei schwierigsten Bedingungen zu absolvieren.

Historic Train in Garibaldi

Historic Train in Garibaldi

Wir sind ganz froh, festen Boden unter den Füssen zu haben und fahren weiter der Oregon-Küste entlang nach Garibaldi. Wir wollten eigentlich eine Fahrt mit einem Dampflok-Zug machen, da aber die Stecke überhaupt keine Aussicht bietet, verzichten wir darauf. Eine Dampflok sehen wir aber gerade beim Auffüllen der Wassertanks. Etwas weiter südlich in Tillamook (sehr bekannt für seinen gleichnamigen Käse) übernachten wir.

Auch die weitere Fahrt der Küste entlang ist zwar landschaftlich schön, aber es herrscht extremer Verkehr mit vielen Wohnmobilen in der Super- und Megaklasse. Der Wind ist immer sehr stark und die Temperatur kühl bis kalt. So eindrücklich die Pazifikküste landschaftlich ist, zum Baden oder am Strand liegen laden die Verhältnisse gar nicht ein. Man sieht auch ausser ein paar kühnen Surfern kaum Menschen an den langen Stränden, die immer wieder zwischen den felsigen Steilküsten liegen. Alles ist einfach zwei Dimensionen grösser, dem riesigen Land und endlosen Ozean entsprechend.

Vor Florence besuchen wir die Sea Lion Cave, wo die grossen Seelöwen im Winter Schutz suchen. Jetzt liegen sie jedoch

alle vier in Lebensgrösse!

alle vier in Lebensgrösse!

draussen auf den Felsen und sonnen sich gemächlich. Dabei stinken und röhren sie ganz ungeniert vor sich hin! Wir sehen (und riechen) sie nur aus der Ferne, aber diese sogenannten „Steller Sea Lions“ haben ganz eindrückliche Masse: Ein Männchen kann bis 3,3 Meter lang und über eine Tonne schwer werden, die Damen halten sich in etwas schlankerem Rahmen.

Nach Florence biegen wir ab in Richtung Landes Inneres, wo der Verkehr schnell ab- und die Temperatur zunimmt. Wir übernachten in der Stadt Eugene.

 

Auf der Weiterfahrt nach Redmond im Hinterland queren wir die Kaskaden-

Die Vegetation versucht mühsam, Fuss zu fassen

Die Vegetation versucht mühsam, Fuss zu fassen

Kette über den Mc Kenzie Pass. Plötzlich finden wir uns inmitten eines riesigen Lavafeldes, das sich schwarz, schroff und abweisend in alle Richtungen ausbreitet. Neben der Strasse ist das Gelände auch zu Fuss schlicht unpassierbar. Der Ausguck auf der Passhöhe bietet eine grandiose Aussicht auf zwei der drei Sisters im Süden und den Belknap Crater , den Mt. Washington und Mt. Jefferson im Norden, alles Vulkane der Kaskaden-Kette. Der Belknap Crater ist mit gut 2000 m.ü.M der niedrigste, ist aber für die Lavawüste verantwortlich. Die letzten Ausbrüche ereigneten sich zwischen 1030 v. Chr. und 480 n. Chr. Diese Eruptionen stellen (neben dem Ausbruch des Mt. St. Helens 1980 selbstverständlich!) die jüngsten Ereignisse in der Kaskadenkette dar. Immerhin erstaunlich, dass bis heute nur wenige Bäume, Büsche und Pflänzchen Fuss fassen konnten. Das Bild erinnert sehr an Hawaii und die Lavahänge des Mauna Loa.

Nach Redmond biegen wir nach Norden ab und finden schliesslich in Dufur ein hübsches Hotel in einem alten Herrschaftshaus. Die Einrichtung und die Zimmergrösse ist eher bescheiden, dafür hat das ganze Atmosphäre! Gegen Westen haben wir bereits erste Blicke auf den Mt. Hood, mit 3‘428 Metern der höchste Berg in Oregon und ein weiterer markanter Vulkankegel der Kaskaden.

Der folgende Tag führt uns eigentlich vom Osten über den Süden in den Westen des Berges, mit immer neuen,

Ansicht von Süden mit "White River"

Ansicht von Süden mit “White River”

spektakulären Aussichten. Am Barlow Pass sieht man eindrücklich, was die Klimaerwärmung und die damit verbundene Gletscherschmelze bewirken kann: Die „Pineapple Storms“, die im Winter riesige Mengen an feuchter Luft von den Hawaii-Inseln hierher bringen, verursachen extreme, warme Regenfälle, die den Schnee in kurzer Zeit schmelzen. Sand und Geröll an den Berghängen sind nicht mehr durch Gletschereis gebunden und werden so im sogenannten White River regelmässig in Form von verheerenden Schlamm- und Geröll-Lawinen zu Tal gefördert. Die Brücken des darüber führenden Highways wurden dadurch jeweils richtiggehend weggeputzt. Die neueste Ausgabe ist besonders stabil und höher und soll nun halten. Immerhin bildet die Strasse den Zugang zu drei Skigebieten am Berg.

was von den einstmals grossartigen Fällen noch übrig ist

was von den einstmals grossartigen Fällen noch übrig ist

In Zigzag (der Ort heisst wirklich so) kehren wir den Vulkanen den Rücken und nehmen Kurs über Oregon City nach Portland. Der berühmte Wasserfall des Willamette River in Oregon City, nach den Niagara Falls der zweitgrösste in Nordamerika, ist allerdings enttäuschend. Die vielen Industriebauten und Stauwehre haben das Naturspektakel verunstaltet und regelrecht kastriert! Übrigens liegen wir mit PussyCat in Fred’s Marina an eben selbigem Willamette River, gleich vor seiner Einmündung in den Columbia River.

Oregon City wurde wegen der Lage des Wasserfalls 1829 als Standort eines Sägewerkes gegründet, gehörte seit 1844 als erste Stadt westlich der Rocky Mountains zu den Vereinigten Staaten und blieb bis 1855 Hauptstadt des Oregon Territoriums. Als solche war sie Endstation des berühmten Oregon Trails. Über diesen verlief die erste Siedlerroute aus dem Osten und der Mitte der USA über die Rocky Mountains. Die Pioniere aus den bereits besiedelten Gebieten zogen in Kolonnen von Planwagen durch Steppen, Wüsten und Berge, um sich im Pazifischen Nordwesten nieder zu lassen. Sägemühlen, Papierfabriken und Kraftwerke liessen Oregon City schnell wachsen und machten die Stadt berühmt. Auch die Technologie des Energie-Transportes mit Stromleitungen über längere Distanz wurde hier erstmals realisiert. Mit der ersten transkontinentalen Eisenbahnlinie verlor der Trail schlagartig seine Bedeutung. All das ist noch keine 200 Jahre her!

Die letzten Meilen bis zur Marina in Portland werden durch Verkehrs-Staus beherrscht! PussyCat liegt sicher im Hafen, hat allerdings ziemlich viel Vogeldreck und einen unschönen Schmutzrand oberhalb der Wasserlinie verpasst gekriegt. Da werden wir wohl wieder einmal Wasserschlauch und Schrubber bemühen müssen. Zum wievielten mal wohl?? Ja, ja, als Segler ist man eben Sklave des eigenen Schiffes, ausser man lässt es vergammeln!

Am Samstag hätte sich ein ideales Wetterfenster von 24 Stunden geöffnet, das hätte gereicht, um ans Cape Flattery zu kommen, aber wir müssten unwahrscheinlich stressen, um rechtzeitig ins Mündungsgebiet zu kommen. Also schieben wir vorerst eine ruhige Kugel und warten auf die nächste Gelegenheit. In der Zwischenzeit schauen wir uns Portland noch etwas genauer an.